Aktueller Waldzustandsbericht 2025 für NDS
Allgemeiner Zustand
• Der Gesundheitszustand der Wälder bleibt angespannt.
• Der Wald leidet weiterhin unter den Folgen des Klimawandels (Hitze, Trockenheit, Stürme, Schädlinge).
• Das Vegetationsjahr 2024/2025 war warm, trocken und sonnenscheinreich, wodurch sich die Wälder nur begrenzt erholen konnten.
Kronenzustand (wichtigster Indikator)
• Mittlere Kronenverlichtung: etwa 23 %.
• Damit höchster Wert der bisherigen Messreihe und etwa 6 Prozentpunkte über dem langjährigen Mittel.
Stark geschädigte Bäume
• Anteil stark geschädigter Bäume: ca. 4,2 %.
• Anstieg gegenüber dem Vorjahr (2024: etwa 3,4 %).
• Seit 2018 dauerhaft über dem langjährigen Durchschnitt.
Absterberate
• Absterberate der Bäume leicht gesunken, liegt aber noch etwas über dem langjährigen Mittel.
Waldschutz
• Schäden durch Eichenpracht- und Eichenkernkäfer nehmen insgesamt zu.
o Prachtkäfer Schädigung des Kambiums; Absterben des Baumes ist die Folge (Flugzeit Mai-August)
o Kernkäfer: befällt Holzkörper und führt schnell zu Entwertung des Holzes (Flugzeit Juni-September)
• Ruhiges Jahr in Bezug auf Fichtenborkenkäfer (befall im liegenden Holz vorhanden, sehr vereinzelt auch Stehendbefall); Obacht im nächsten Frühjahr
• Flächige Schäden an z.T. sehr jungen Douglasienbeständen
o Diplodia und Schütteerreger, bedingt durch warme Temperaturen und hohe Niederschläge in 2024
o Regelmäßige Pflegeeingriffe notwendig und sinnvoll
Derzeitige Aktivitäten / Kulturen / Förderrichtlinie
• Kulturen (Wiederaufforstungen, Waldumbau und A&E Flächen)
o Nach der etwas länger andauernden Schneedecke und Frosttagen wird derzeit auf Hochtouren gepflanzt
o In etwa 180 ha mit forstlicher Förderung und gut 200 ha ohne Förderung (aus dem Jahr 2025);
o Großteil der Förderkulturen noch nach alter Richtlinie
• Seit dem 01.01.2026 neue Förderrichtlinie
o Jungbestandspflege auch für reine NH-Kulturen (Oberhöhe 2m, mittlerer BHD 15 cm)
o Max. 2 mal, max. 600 €/ha
o Bis 100.000 € ist Direktvergabe möglich
o Neue WETs sind jetzt FVTs
o Mind. 40 % LH (früher 30 % LH), max 49% nicht standortheimische BA (Niedersächsischer Weg)
o Auf Standorten mit führendem Buchen- und Weißtannen FVT, sind nicht europ. BA ausgeschlossen
o Antragstellungen nach Extremwetterrichtlinie möglich (bis zu 90% Förderung)
Personalveränderungen im Forstamt
• In 2026 werden 7 Stellen nachbesetzt werden (Melle-Nord, GM-Hütte, Emsbüren, Obergrafschaft, Emmeln, Ems-Jade, Hatten, Dinklage, zbV)
• Die Stellen sind schon mit konkreten Personen nachbesetzt und/oder werden frühzeitig ausgeschrieben
• Seit Oktober wieder 2 Anwärter im Forstamt
Motivation Holzeinschlag
Im Jahr 2025 wurden gut 390.000 fm Holz eingeschlagen, im Jahr zuvor 327.000 fm. Damit Steigerung um 63.000 fm im Jahr 2025 (ca. 20 % mehr).
Preise sind gut bis sehr gut (insb. Nadelholz), Unternehmerkapazitäten sind vorhanden, Holzvorräte (vor allem im Privatwald) sind gestiegen (BWI 4). Der Privatwald weist mit gut 352 Vfm/ha den höchsten Wert in Dtl. auf. Bestände werden älter und damit z.T. risikoreicher, da anfälliger.
Es gibt also keinen Grund nicht in den Wald zu gehen und nicht an der guten Marktlage zu partizipieren!!